Hans und Berthold Finkelstein Stiftung
Gefördert durch die Hans und Berthold Finkelstein Stiftung können sich Schulen bundesweit für ein Demokratieprojekt mit DigitalSchoolStory bewerben.

Fake News, Hassbotschaften, extreme politische Inhalte und gesellschaftliche Polarisierung prägen zunehmend die digitale Lebenswelt junger Menschen. Gleichzeitig wünschen sich Schulen wirksame Formate, um demokratischen Dialog, Respekt und gesellschaftlichen Zusammenhalt im Schulalltag nachhaltig zu stärken.
Genau hier setzt das Förderprojekt der Hans und Berthold Finkelstein Stiftung gemeinsam mit DigitalSchoolStory an: Schüler:innen lernen Demokratie nicht nur theoretisch, sondern erleben sie praktisch durch Perspektivwechsel, Zusammenarbeit, Diskussion und kreative Medienarbeit.
„Demokratie muss erlebt und gestaltet werden können, besonders von jungen Menschen. Gerade in Zeiten von Polarisierung, digitaler Hetze und wachsender gesellschaftlicher Spannungen brauchen Schulen Formate, die Dialog, Perspektivwechsel und gegenseitigen Respekt fördern. DigitalSchoolStory schafft genau diese Räume“, erklärt Sabine Timmermann von der Finkelstein Stiftung.
Die Schüler:innen greifen Inhalte aus ihrem Curriculum auf und übersetzen diese in eigene Geschichten mit direktem Bezug zu ihrer Lebenswelt. Themen wie Sprache, Religion, Vorurteile, Ausgrenzung, Rassismus, Antisemitismus oder gesellschaftlicher Zusammenhalt werden dadurch nicht abstrakt behandelt, sondern aus der Perspektive der Jugendlichen erzählt, diskutiert und kreativ verarbeitet.
In Teams entwickeln sie eigene Kurzvideos im Stil sozialer Medien. Dabei stärken sie kritisches Denken, Teamfähigkeit, Medienkompetenz und demokratische Diskursfähigkeit. Sie lernen, unterschiedliche Perspektiven sichtbar zu machen, zuzuhören, Positionen auszuhandeln und gemeinsam Lösungen zu entwickeln.
Der Ansatz: Demokratiebildung auf Augenhöhe – lebensnah, kreativ und wirksam.

Falschinformationen, Hass und extreme Inhalte im Netz können wir mit gut recherchiertem, authentischem Content auf Augenhöhe begegnen. Wer könnte das besser als junge Menschen selbst, wenn sie gemeinsam eigene Formate entwickeln, ihre Perspektive einbringen und demokratische Inhalte in ihrer Sprache vermitteln? So entsteht Haltung – ohne Belehrung.
Uns hat überzeugt, wie DigitalSchoolStory junge Menschen dort erreicht, wo sie sind: mit einer wissenschaftlich evaluierten Methode und einer beeindruckenden Reichweite. Das ist genau der Ansatz, den wir brauchen, um Demokratiebildung nachhaltig zu stärken.“
Über einen strukturierten Prozess entwickeln die Jugendlichen eigene Videoformate – von der Themenrecherche über Storytelling bis hin zum Videodreh und Schnitt. Lehrkräfte begleiten als Lernbegleiter:innen, Social-Media-Creator:innen geben Feedback und unterstützen die Schüler:innen bei Story, Dramaturgie und Umsetzung.
Im Mittelpunkt steht dabei der demokratische Diskurs: Die Jugendlichen diskutieren gesellschaftliche Fragestellungen, bringen unterschiedliche Perspektiven ein und entwickeln gemeinsam eine Geschichte sowie ein finales Produkt. So erleben sie Demokratie unmittelbar – als Prozess des Zuhörens, Verhandelns und gemeinsamen Gestaltens.
Am Ende entstehen kreative Kurzvideos, die nicht nur Wissen vermitteln, sondern Haltung, Selbstwirksamkeit und gesellschaftliche Teilhabe stärken.
Die Hans und Berthold Finkelstein Stiftung ermöglicht Demokratieprojekte an bis zu zehn Schulen bundesweit. Insgesamt können 40 Klassen bis Ende 2027 teilnehmen.
Die wissenschaftlich evaluierte Methode von DigitalSchoolStory wurde bereits von mehr als 16.000 Schüler:innen genutzt. Schulen berichten insbesondere von positiven Effekten auf Teamarbeit, Perspektivwechsel, Motivation und demokratischen Dialog im Klassenverband.
Schulen können sich ab sofort bewerben.

01.07.2026-31.12.2027
28.02.2027
Deutschland
bundesweit
Bis zu 10 Schulen, Insgesamt 40 Klassen

Wenn Du DigitalSchoolStory noch nicht kennst, nimm bitte zuerst an einem unserer Info-Abende teil. So bekommst Du einen guten Überblick über die Idee, den Ablauf und die konkrete Umsetzung und kannst anschließend besser einschätzen, wie das Projekt in Deinen Unterricht passt.